Aktuelles

Kiel 14.10.2010

Ein Herz für die Fussballjugend



Stromanbieter Bonusstrom steigt ins Fussball-Sponsoring ein und unterstützt die Jugendmannschaft des türkischen Vereins „Inter Türkspor Kiel“

Die Jugendmannschaft des türkischen Vereins Inter Türkspor in Kiel erhielt einen kompletten Satz neuer Langarm-Trikots. Sponsor ist BONUSSTROM GmbH aus Fahrdorf, der bundesweit mit attraktiven Tarifen für Strom wirbt. Die jungen Spieler waren von der Qualität und der tollen, auffälligen Optik begeistert. Die Verantwortlichen entschieden sich für die Firmenfarben mit orangenen Trikots, dunkelgrünen Hosen und orangenen Stutzen. Auf der Brust tragen sie das Logo BONUSSTROM des Sponsors. Passend zu den Trikots wurde beim Foto-Shooting den Kleinen der Plüschtier-Frosch von Bonusstrom übergeben. Strahlende Gesichter gab es bei den Jungs zu sehen.

„Unsere Motivation, in türkische Jugendmannschaften zu investieren, ist nicht nur unser soziales Engagement für Kinder, sondern wir verstehen uns auch als energiegeladenes Unternehmen, das bereits seit November 2009 mit einfachen und attraktiven Tarifen erfolgreich um das Vertrauen der türkischen Mitbürger wirbt. Viele Türken profitieren mittlerweile von den günstigen Tarifen und die Nachfrage nach einem Wechsel zu Bonusstrom ist enorm!“, so Geschäftsführerin Sybille Schmid-Sindram. „Vereine haben in Deutschland eine zentrale, gesellschaftliche Rolle, insbesondere für Familien und Jugendliche, da sie dort gefördert und unterstützt werden. Die Jugendmannschaften sind sehr erfolgreich. Dieses nachhaltige, vorbildliche Engagement, die hervorragende Jugendarbeit des Vereins, möchten wir im Rahmen unseres Sport-Sponsoring unterstützen“, fügte Schmidt-Sindram hinzu.

Inter Türkspor Kiel bedankte sich bei BONUSSTROM mit einem Blumenstrauß: „Wie ihr seht, freuen sich alle riesig über die tolle Trikotgarnitur. Laut unseren Jungs sind es „voll geile Trikots“. Danke im Namen der Mannschaft, der Eltern, der Trainer und der Jugendabteilung für die Spende“, so der 1. Vorsitzende des türkischen Vereins Ismail Hakki Asik.

Bonusstrom wünscht der Jugendmannschaft eine erfolgreiche und spannungsreiche Saison!

Informationen zu den günstigen Tarifen erhalten Sie unter der Rufnummer
0800- 84 80 100 (türkisch)
0800- 44 55 650 (deutsch)


Inter Türkspor Spieler mit neuen Trikots und Fröschen






Bonusstrom spricht türkisch



Bonusstrom setzt auf Ethnomarketing und wirbt mit einfachen und klar strukturierten Tarifen um das Vertrauen der türkischen Mitbürger.

Bereits im November 2009 startete der konzernunabhängige Stromanbieter Bonus Strom GmbH aus Fahrdorf bei Schleswig eine Kampagne speziell für die türkischen Mitbürger in Deutschland. Privatpersonen und Gewerbetreibenden werden attraktive Tarife angeboten.

Um auf die individuellen Bedürfnisse einzugehen, setzt Bonusstrom auf qualifizierte zweisprachige Fachberater. Innerhalb des Unternehmens wurde hierfür eine eigene Abteilung geschaffen. Um den Erfolg auszuweiten, werden bundesweit weitere türkischsprachige Stromberater gesucht. Somit ist ein rund-um-Kundenservice sowohl in türkischer als auch in deutscher Sprache gewährleistet.

Für die Umsetzung des Projektes werden außerdem regional und überregional türkischsprachige Anzeigen in großen türkischen Tageszeitungen veröffentlicht. Selbstverständlich gibt es zweisprachige Flyer und auch die Website von Bonusstrom wird auf türkisch angeboten.

Die Geschäftsführerin der Bonusstrom, Frau Sybille Schmid-Sindram, ist von der Idee überzeugt. Der enorme Erfolg der Aktion gibt ihr Recht. Bereits kurz nach Anlaufen der Kampagne konnte ein kräftiges Wachstum verzeichnet werden. Der Bereich wird kontinuierlich von Bonusstrom ausgeweitet, um der großen Nachfrage gerecht zu werden.

Mit dieser innovativen Idee hat Bonusstrom erneut die Vorreiterrolle übernommen und auch schon seine ersten Nachahmer gefunden.
Unter der kostenlosen Rufnummer 0800 - 84 80 100 sind weitere Informationen zu den Tarifen erhältlich.




HUSUM BAU + Ambiente


Messe Husum vom 20.11 - 22.11.2009 (Messe für Bau- und Wohnkultur)
Fr. 12:00 - 18:00 Uhr - Sa. / So. 10.00 - 18:00 Uhr



Besuchen Sie uns auf der Messe in Husum. Sie finden Bonusstrom am Stand B15.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Anfahrtsbeschreibungen und weitere Infos finden Sie auch unter www.husumbau.messehusum.de




Bonusstrom: Weg vom Discounter-Image


Unternehmen aus Fahrdorf will langsam, aber gesund wachsen / Tarifmodell umgekrempelt



In Fahrdorf bei Schleswig wird eine Erfolgsgeschichte umgeschrieben. Der konzernunabhängige Stromanbieter Bonusstrom praktiziert die Abkehr vom Discounter-Image und emanzipiert sich damit von seinen eigenen Wurzeln. Zufriedene Stammkunden statt Rabattschlacht - das ist das Credo des Unternehmens seit Sommer 2008, und dem folgt auch die Strategie eines behutsamen, aber gesunden Wachstums.


"Strom ist ein Geschäft, das über Vertrauen funktioniert", sagt Sybille Schmid-Sindram. Und das bezieht die Geschäftsführerin nicht nur auf das Unternehmen, sondern verknüpft dies bewusst mit ihrer eigenen Person. Sie wirbt mit ihrem Konterfei für die Tarife der Firma, hat das alleinige Sagen am Fahrdorfer Mühlenberg, führt selbst Gespräche mit ihren Stromlieferanten und legt die Strategie fest. "Vieles aus dem Bauch heraus", wie sie sagt.


Dennoch: Bonusstrom ist Sybille Schmid-Sindram. Wer ihr vertraue, vertraue auch der Firma, sagt die zierliche Frau mit den langen blonden Haaren. "Ich will ein solides Unternehmen sein, das den Kunden einen fairen Preis macht."


Zur Hand geht ihr Sohn Sascha, der als Betriebswirt die kaufmännische Leitung inne hat und für die konkrete Ausgestaltung der Tarife verantwortlich ist. Gemeinsam haben sie im vergangenen Jahr die bestehenden Bonustarife "ausgemistet", wie Sybille Schmid-Sindram sagt. Statt dessen wurde ein Tarifmodell eingeführt, das bei bloßem Hinsehen gegen die Marktgesetze funktioniert. Denn entgegen der Gepflogenheiten auf dem Strommarkt wird die Energie aus Fahrdorf bei zunehmender Abnahmemenge günstiger.


Um mit diesem Modell erfolgreich zu sein, wirft Bonusstrom die eigenen geringen Kosten in die Waagschale. Schlanke Strukturen ermöglichen nach Angaben Sascha Sindrams inzwischen den Preisvorteil gegenüber der Konkurrenz. Ein Stamm von zirka 70 Mitarbeitern, ein Großteil im eigenen Callcenter, erledigt die Arbeit. Auf teures Marketing verzichtet die Firma.


Die ist sicher, mit dieser Strategie auf dem richtigen Weg zu sein. Mit knapp 75 000 Kunden sei man zwar noch klein, stehe aber solide da. "Lieber weniger Kunden, die langfristig zufrieden sind, als jede Menge Shopper, die dauernd den Anbieter wechseln", sagt sie. Verstärkt umworben werden derzeit auch kleine und mittelständische Betriebe, die vom neuen Tarifmodell profitieren könnten. "Apotheken, Friseurläden, Tankstellen, die will ich haben."




SHZ 02.05.09 - Rekordspende rettet die Tafel



Der Transporter ist da. Jetzt können Lebensmittel ohne Unterbrechung der Kühlkette geliefert werden. Die Schleswiger Tafel ist gerettet. Dies ermöglichte Unternehmerin Sybille Schmid-Sindram mit der größten Spende einer Einzelperson: 50 000 Euro.


Die Tafel ist gerettet: Die Geschäftsführerin von Bonusstrom Sybille Schmid-Sindram spendete diesen neuen Kühltransporter, der jetzt das Tafel-Team um Günter Neubert, Jürgen Lindhorst und Reinhold Pevestorf (hinten, v.r.) erreichte. Foto: Filz


In Kürze geht's los, der Transport der herzhaften Tiefkühlkost ist gesichert: Der neue Kühltransporter macht es möglich. Ohne ihn gäbe es keine Lieferung, keine Pizza für 300 Bedürftige, die sich Woche für Woche bei Tafelleiter Günter Neubert anmelden.


Ohne Sybille Schmid-Sindram hätte die Existenz der Tafel auf wackeligen Füßen gestanden: Die Unternehmerin ("Bonusstrom" mit Sitz Fahrdorf, 70 Mitarbeiter) hat den Ford in Höhe von 50 000 Euro finanziert. Damit sorgte sie für die landesweit größte Tafel-Spende einer Einzelperson. Kurz vor der Feier zum zehnjährigen Bestehen der Schleswiger Hilfseinrichtung am 8. Mai im Rathaus atmet das Team aus 52 Ehrenamtlichen auf: Die Existenz der Tafel ist gerettet. Der inzwischen ausrangierte Lebensmittel-Tranporter, sechs Jahre alt, 100 000 Kilometer gelaufen, oft defekt, hatte nicht mehr den Vorschriften entsprochen - provisorische Thermenboxen waren die einzige Kühlmöglichkeit. Das reichte allenfalls für Kurzstrecken.


Der Neuwagen ist ein Wagen nach Wunsch: Schmid-Sindram ließ eigens eine Rückfahr-Kamera ins Gefährt einbauen. Nach dem SN-Artikel über die Hauptsorge der Tafel rund um das alte Gefährt begründet sie ihr Engagement: "Auslöser für meine Hilfe war, dass so viele Kinder betroffen sind."


Die Zahlen der Tafel-Verantwortlichen bestätigen dies nachdrücklich: 30 Prozent der Klientel sind Kinder. "Tendenz steigend", sagt Mitarbeiter Jürgen Lindhorst. "Babynahrung und Windeln finden reißenden Absatz." Mit Blick auf landesweit 48 Tafeln habe sich die Zahl der Hilfesuchenden in zwei Jahren um mehr als 30 Prozent erhöht, so Reinhold Pevestorf, Landesvertreter der Tafeln Schleswig-Holstein und Hamburg. Unternehmerin Schmid-Sindram zeigt sich angetan vom ehrenamtlichen Einsatz: "Ich sehe, dass alle mit Freude dabei sind."


Moltkestraße 25. Der weiße Kühltransporter mit orangefarbener Aufschrift parkt im Hof. "Ohne diese vorbildliche Spende wäre es schlecht weitergegangen", sagt Pevestorf. Transporte von Tiefkühlkost, Fleisch und Milchprodukten auch innerhalb der Stadt wären unmöglich geworden, zudem Fahrten über Land. "Es war fünf Minuten vor zwölf."




SHZ 27.11.08 - "Wir brauchen mehr Wettbewerb"



Mehr Konkurrenz auf dem Strommarkt sorgt für verbraucherfreundlichere Preise. Es muss also Bewegung in den Strommarkt kommen, fordert Sybille Schmid-Sindram, Geschäftsführerin der Schleswiger Bonusstrom GmbH.


Frau Schmid-Sindram, während die Benzinpreise wieder sinken, werden zahlreiche große Stromkonzerne und Stadtwerke im Land zum Jahreswechsel die Strompreise erhöhen. Sind die Verbraucher machtlos?


Nein. Es ist wichtig, dass die Verbraucher kostenbewusst handeln. Das geht bis hin zum Wechsel des Stromanbieters. Wir brauchen mehr Wettbewerb. Allerdings gilt für alle Energiepreise, dass sie immer häufiger schwanken - und dass sie langfristig steigen. Ihr Unternehmen Bonusstrom versucht als unabhängiger Stromanbieter eine Nische zu besetzen. Wie entwickeln sich bei Ihnen die Preise?


Unser Tarif liegt immer unter dem Allgemeinen Preis der Grundversorgung. Das wird 2009 so bleiben. Nicht umsonst schneidet Bonusstrom in vielen Städten bei Preisvergleichen häufig als Testsieger ab. Zudem gibt es viele Sonderaktionen. So haben Kunden aktuell die Möglichkeit, sich bei einem Wechsel bis zum 24.12.08 einen Weihnachtsbonus zu sichern.


Wo liegen die Vorteile der alternativen Stromanbieter wie Bonusstrom?


Wir sind ein Unternehmen mit einer gesunden Kostenstruktur und kurzen Entscheidungswegen. Das macht uns flexibel und günstig. Diese Vorteile geben wir direkt an unsere Kunden weiter.


Wird es auf dem Strommarkt eines Tages einen ähnlichen Wettbewerb geben wie bei den Telefontarifen - oder bleiben die großen Konzerne tonangebend?


Einen Wettbewerb wie in der Telefonbranche wird es auf dem Strommarkt in nächster Zeit sicherlich nicht geben. Bonusstrom ist neben einer handvoll anderer Stromanbieter unabhängig, während die große Mehrzahl der Konkurrenz von Konzernen und Stadtwerken abhängig ist. Was den freien Wettbewerb angeht, so sehe ich zwei Komponenten: Der Staat muss bessere Voraussetzungen für freie Märkte schaffen. Und die Verbraucher müssen sich einen Überblick über die Angebote verschaffen und selbstbewusster handeln. Können die Verbraucher überhaupt die unterschiedlichen Stromtarife sinnvoll vergleichen?


Der Verbraucher wird zunehmend sensibler und vergleicht. Der Preis ist der ausschlaggebende Grund, den bisherigen Stromanbieter zu wechseln. Viele Kunden wissen leider nur nicht, wie leicht ein Anbieterwechsel ist, und dass die Versorgungssicherheit gesetzlich garantiert ist. Strom kommt immer aus der Steckdose. Wir übernehmen den kompletten Wechsel kostenlos und für unsere Kunden bleibt alles beim Alten. Nur die Rechnung wird günstiger.


Wo steht Bonusstrom zwei Jahre nach dem Start? Sind sie mit der Entwicklung zufrieden?


Wir sind ein solides Unternehmen mit mittlerweile über 60 Mitarbeitern und einem gesunden Wachstum. Bonusstrom hat sich in der Vergangenheit gut entwickelt. Unsere Erwartungen haben sich erfüllt. Wir sind inzwischen eine feste Größe im Strommarkt. Und wir wachsen kontinuierlich weiter. Dabei achten wir darauf, dass unsere internen Strukturen mitwachsen, damit das Wachstum nicht auf Kosten des Service geht.




Tafel gerettet: Unternehmerin spendet Auto



Eine Welle der Hilfsbereitschaft hat die Schleswiger Tafel erreicht. Seit bekannt wurde, dass die Hilfseinrichtung in ihrer Existenz bedroht ist, weil ihr Lebensmitteltransporter nicht mehr den Vorschriften entspricht, ging eine Vielzahl an Spenden ein. Die größte Einzelspende stammt von der Unternehmerin Sybille Schmid-Sindram.


Noch steht ein Leichttransporter vor der Tür der Tafel, sechs Jahre alt, hat 100000 Kilometer auf dem Buckel und etliche Reparaturen hinter sich. Noch muss er für Lieferfahrten herhalten, für Touren zu Supermärkten und Einzelhändlern - und das mit Thermenboxen. Eine Notlösung nur für kurze Strecken. Eine andere Kühlmöglichkeit hat der Wagen nicht. Doch seine Tage sind gezählt. Zum Jahresende bekommt die Tafel erstmals einen Kühltransporter.


Unternehmerin Sybille Schmid-Sindram las den SN-Artikel über die Tafel, die Hauptsorge rund um das alte Gefährt, und spendete über ihre Firma "Bonus Strom" einen Neuwagen im Wert von 50 000 Euro. "Es hat mich gerührt zu lesen, dass auch viele Kinder zur Tafel kommen." Es ist die bislang größte Summe für die Schleswiger Tafel, die im kommenden April ihr zehnjähriges Bestehen feiert.


Mit der Auto-Spende ist der reibungslose Betrieb gerettet. "Um aussortierte Lebensmittel von Großsponsoren zu bekommen, darf die Kühlkette nicht unterbrochen werden", so Reinhold Pevestorf, Landesvertreter der Tafeln in Schleswig-Holstein und Hamburg, der auch als Fahrer für die Schleswiger Einrichtung unterwegs ist, Märkte in Schleswig, Silberstedt, Kropp, Böklund, Schaalby und Brodersby anfährt, zwischendurch Kartoffeln aus Treia holt, um die Ausgabestellen in der Moltkestraße und am Friedrichsberger Schulberg zu versorgen.


300 Bedürftige melden sich an, Woche für Woche, so Tafel-Leiter Günter Neubert. Die meisten stehen Schlange in der Moltkestraße: 170 Menschen holen sich donnerstags ihre Lebensmitteltüte gegen eine symbolischen Betrag von einem Euro, legen dafür Hartz-IV-Bestätigungen oder Rentenbescheide auf den Empfangstisch. "Der Hof ist dann zur Hälfte voll", so Neubert, "tatsächlich sind viele Kinder darunter, die ihre Eltern begleiten". Pevestorf liefert Zahlen: "30 Prozent unserer Klientel sind Kinder. Kinder aus Hartz-IV-Familien." Manche, berichtet Pevestorf weiter, hätten noch nicht einmal einen Euro für den Gang zur Tafel.


350 Namen befinden sich in der Kartei, hinter jedem Abholer allerdings stehen durchschnittlich drei Personen. Bleiben Lebensmittel übrig, beliefert die Tafel weitere Einrichtungen, auch für diese Fahrten wird der neue Kühltransporter gebraucht. Auf diesem Weg wird die "Suppenküche" im "Zentrum" am Leben erhalten, das Kochprojekt der "Zimtzicken", zudem gibt es Kooperationen mit der "Brücke", der Frauenwerkstatt Saheli, dem Kinderparadies in der Gallbergschule, dem Ilensee-Forum und dem Kinderspielzentrum.


Wie wichtig den Schleswigern die Tafel ist, zeigt sich an der Vielzahl der Spenden, die seit Erscheinen des SN-Berichts über die Nöte der Hilfseinrichtung eingegangen sind. Der Beitrag von Unternehmerin Schmid-Sindram ist der mit Abstand größte. Das Schlei-Klinikum gab 2000 Euro - Erlös eines Sommerfestes. Die Firma "A-T-H Versicherungen" aus Silberstedt hat ihren Etat für Kundengeschenke gekürzt, der Tafel stattdessen 1000 Euro überreicht. Und die Abfallwirtschaftsgesellschaft Schleswig-Flensburg sammelte an ihren Info-Tagen auf der Gartenschau 120 Euro ein - dieses Geld kam an ihrer Milchshake-Bar zusammen.


Schleswig


David gegen Goliath: Eine Frau unter Strom - Wie das Fahrdorfer Unternehmen Bonusstrom mit günstigen Tarifen die Branche aufmischt



"Ich stehe immer unter Strom", lacht Sybille Schmid-Sindram. Die Unternehmerin ist auf dem besten Weg, auf dem deutschen Strommarkt zur Aufsteigerin des Jahres zu werden. Ihre Firma Bonusstrom, angesiedelt im beschaulichen Dorf Fahrdorf nahe Schleswig, bietet den Preisen der Stromkonzerne Paroli.


Das Prinzip ist ebenso einfach wie überzeugend. Bonusstrom hat keine eigenen Kraftwerke, sondern kauft den Strom überall dort ein, wo er günstig zu haben ist. Danach verkauft sie ihn an den Endverbraucher weiter. Immer mehr fühlen sich der aktuellen Preisspirale der Konzerne machtlos ausgesetzt. Nun bekommen die Privatkunden die Chance, sich gegen die ständig steigenden Stromkosten zu wehren, indem sie mühelos zu günstigeren Anbietern wechseln. Bonusstrom wurde dabei gerade erst vom Deutschen Institut für Service-Qualität zum "besten bundesweit aktiven Stromanbieter 2008" gekürt.


Für Sybille Schmid-Sindram zählen im Wettbewerb mit mächtigen Stromriesen, die den Markt weitgehend beherrschen, nicht nur preiswertere Tarife. "Die Kunden müssen sich darauf verlassen können, dass sie wie bei jedem anderen Anbieter auch sicher zu jeder Tages - und Nachtzeit mit Strom versorgt werden. Sie müssen uns Vertrauen schenken", sagt sie - und arbeitet mit ihren Mitarbeitern hart dafür. Vor jedem Arbeitstag zieht die Unternehmerin, die längst aus dem Schatten ihres Mannes, des Mobilcom-Gründers Gerhard Schmid, getreten ist und allein die Geschäfte führt, erst einmal etliche Bahnen im Schwimmbad. Danach fährt sie in die Fahrdorfer Firma und verhandelt mit den Geschäftsführern der großen Stromkonzerne. Dabei lernen die männlichen Manager rasch, dass man diese zierliche Frau nicht unterschätzen darf.


2006 gegründet, wächst Bonusstrom als bundesweit tätiger Stromlieferant stetig. Sybille Schmid-Sindram will die Nummer eins unter den konzernunabhängigen Alternativ-Anbietern werden. Ihr Konzept scheint aufzugehen, weil die Powerfrau selbst die Zügel in der Hand hält und sich nicht scheut, als "David" mit den Goliaths der Branche knallhart zu feilschen. Dabei nutzt die attraktive Geschäftsfrau die neue Macht von Bonusstrom.


Und weil die Unternehmerin jedem Gesprächspartner nach wenigen Minuten den Eindruck vermittelt, als stünde sie tatsächlich unter Strom, ist auch ihr neuester Coup nicht überraschend. Sie entwickelte den "Schleswig-Holstein-Spezial", der den Kunden im Norden - so versichert die Bonusstrom-Chefin - einen "individuellen Tarif mit einfachen Verbrauchsstaffelungen ohne versteckte Kosten" verspricht. Die anderen Produkte vom speziellen Ökostrom-Tarif bis zum günstigsten Stromangebot "b-wie-billiger" bleiben bestehen.


Sybille Schmid-Sindram weiß, wie sehr die Privathaushalte unter den steigenden Energiepreisen leiden. Sie weiß auch, wie schwer es vielen fällt, den Stromanbieter zu wechseln. Obwohl Verbraucherzentralen immer wieder zu einem Tarifvergleich raten, haben viele Privatkunden Angst, dass plötzlich der Strom "weg" ist. "Niemand braucht bei uns davor Angst haben", sagt sie. Zu Lieferengpässen könne es nicht kommen, da die Versorgungssicherheit in Deutschland durch gesetzliche Regelungen sichergestellt ist. Die Umstellung von einem Anbieter zum anderen erfolge ohne Änderungen der technischen Anlage. "Der Kunde muss lediglich den Auftrag erteilen. Alles weitere regeln wir."


Nicht unwahrscheinlich, dass die Unternehmerin zum Shootingstar der Branche wird. Den Firmensitz in eine Metropole verlegen, will Sybille Schmid-Sindram trotzdem nicht. "Ich bin hier zu Hause", sagt sie. So müssen sich die großen Stromkonzerne an einen Konkurrenten gewöhnen, der an der Schlei Funken sprüht.


(quelle: sh:z)